Erstmalig fanden am 29. Mai 2010 im Stegermattbad in Offenburg die „SMFt – Süddeutschen Meisterschaften im Freitauchen“ statt. Die Organisatoren, Jo. Schwaemmle vom 1. Tauchclub Offenburg 1975 e.V. und Nik Linder vom Apnea College Freiburg, folgten ihrer Vision, einen zukünftig jährlich stattfindenden Wettkampf im Süden des Landes durchzuführen. Das Ziel dabei war, möglichst viele Wettkampfneulinge aus der Region und dem benachbarten Ausland, der Schweiz bzw. Frankreich, zu erreichen. Trotzdem haben diesmal auch die ganz großen Namen der Freitauchszene, Peter Colat, Claudia Rollero und Katja Kedenburg, nicht gefehlt.
Als „Frei- oder Apnoetauchen“ bezeichnet man die Tauchgänge mit nur einem Atemzug. Weltweite Berühmtheit erfuhr dieser Sport durch den sagenhaften Film „Im Rausch der Tiefe“, in dem sich Tieftaucher in der Disziplin „No Limits“ in immer gefährlichere Tiefen vorwagten. In den „harmloseren“ Pool-Disziplinen dieses Wettkampfs maßen sich die Athletinnen und Athleten in „statischem“ und „dynamischem“ Apnoetauchen. Dabei ging es darum, ohne Bewegung möglichst lange die Luft anzuhalten bzw. mit nur einem Atemzug so weit wie möglich zu tauchen.
Links: Lange ohne Bewegung unter Wasser die Luft anzuhalten und dabei den Körper und Geist im Griff zu behalten ist die Herausforderung in der Disziplin „Statisches Apnoetauchen“.
Mitte: Optimale Tauchhaltung und Verwendung delfinähnlicher Monoflossen lassen Athleten mit nur einem Atemzug unglaubliche Strecken unter Wasser zurücklegen.
Rechts: Nach einem erfolgreichen Streckentauchversuch muss jeder Athlet vor Wettkampfrichtern mittels eines sog. „Oberflächenprotokolls“ zeigen, dass er nach dieser außergewöhnlichen Belastung keine Ausfallerscheinungen hat.
Souveräne Sieger und keine Blackouts
Die Gewinner im Gesamtklassement waren Peter Colat mit einer Tauchzeit von 6:40 min. und 154 m Streckentauchen und Claudia Rollero mit 5:19 min. und 139 m. Süddeutsche Meisterin und somit die beste Freitaucherin in Baden-Württemberg und Bayern wurde Katja Kedenburg, bester Freitaucher Torsten Werner, beide aus Stuttgart.
Die Organisatoren waren glücklich, dass es keinerlei Blackouts und „rote Karten“ gab. Besonderer Dank gilt aber dem großen Stab an freiwilligen Helfern und der anwesenden Tauchärztin, Gunver Werringloer, die mit ihrem Einsatz eine professionelle Veranstaltung auf höchsten Niveau an Sicherheit ermöglichten, auch den Technischen Betrieben Offenburg (TBO) mit ihrer kommissarischen Badleiterin Monika Wagner, die dieser Veranstaltung den Rahmen gaben.