Erfahrungsbericht
Am 21.02.26 startete unser DTSA Foto 1 Kurs in Ohlsbach – stilecht beim Griechen. Und nein, das war kein Zufall. Gute Gespräche, entspannte Atmosphäre und schon da merkte man: Das wird kein steifer Frontalunterricht, sondern ein Wochenende mit Substanz.
Danach ging es in den Theorieteil mit Björn Rothe. Und hier wurde schnell klar: Unterwasserfotografie ist nicht „einfach draufhalten und hoffen“.
Wir haben gelernt, wie eine Kamera tatsächlich fokussiert, was im Hintergrund technisch passiert und warum manche Bilder scharf sind – und andere eben nur gut gemeint. Spiegelreflex, Digitalkamera, Action Cam oder Handy – jede Kamera hat ihre Eigenheiten. Und wer sie versteht, kann sie bewusst einsetzen.
Ein großer Schwerpunkt war die Bildgestaltung. Stichwort Rasterregel, Motivaufteilung, Perspektive. Klingt trocken? War es nicht. Plötzlich sieht man Bilder anders. Man denkt in Linien, Ebenen, Vorder- und Hintergrund. Und man merkt, wie viel Wirkung ein paar Zentimeter Kameraposition verändern können.
Genauso wichtig: die „Goldenen Regeln“ der Unterwasserfotografie.
Sich selbst nicht gefährden. Tiere respektieren. Nichts anfassen, nichts zerstören. Gute Fotos entstehen nicht durch Hektik oder Ego, sondern durch Kontrolle, Ruhe und Bewusstsein.
Weiter ging es am 22.02.26
– Praxis im Schwimmbad Offenburg
Treffpunkt 07:45 Uhr am Schwimmbad in Offenburg. Während andere am Sonntag noch schlafen, standen wir motiviert mit Tauchgepäck bereit.
Statt direkt ins Freiwasser zu gehen, haben wir uns eine eigene kleine Unterwasserwelt gebaut: künstliche Pflanzen aus dem Aquarienbedarf, Gummifische, Krebse aus dem Angelbedarf. Klingt improvisiert – war aber genial.
Ohne die echte Natur zu belasten, konnten wir Motive arrangieren, Licht testen, Perspektiven wechseln und Fehler machen. Und genau das war der Punkt: üben, ausprobieren, verstehen.
In rund 45 Minuten sollte jeder Teilnehmer vier Motive fotografieren:
• Ein kreatives Bild
• Ein Weitwinkel
• Ein Makro
• Ein Buddy-Foto
Natürlich unter Beachtung aller Regeln vom Vortag.
Und dann kam die Realität ins Spiel. Die Strömungsanlage des Schwimmbads hatte ihren eigenen Humor. Kaum war ein Motiv perfekt positioniert, driftete es elegant davon. Man selbst übrigens auch.
Was folgte, waren herrlich witzige Szenen – aber genau darin lag der Lerneffekt. Wir übten, ein Objekt sauber anzutauchen, neutral zu stehen, den Back kick einzusetzen und ruhig zu bleiben. Tarierung und Fotografie gehören untrennbar zusammen.
Besonders spannend war, mit verschiedenen Blickwinkeln, Perspektiven und Lichtsituationen zu arbeiten. Kleine Veränderungen an der Kameraposition machten riesige Unterschiede im Bild.
Alle Teilnehmer nutzten eine Action Cam – gleiche Voraussetzungen für alle. Kein Technik-Wettrüsten, sondern Fokus auf Können, Gestaltung und Kontrolle.
Mehr als nur ein Kurs:
Was den Kurs besonders macht, ist die Mischung aus Fachwissen, Praxisnähe und entspannter Atmosphäre. Björn vermittelt nicht nur Technik, sondern ein Verständnis für Bildwirkung unter Wasser.
Wir bekamen außerdem Einblicke in den weiterführenden Kurs DTSA Foto 2 oder Tarieren mit Kamera. Wo der Trimm noch stärker im Fokus steht. Wer glaubt, er habe nach Foto 1 alles verstanden, wird dort merken, wie viel Potenzial noch drinsteckt.
Zusätzlich gibt es hilfreiche Literatur, etwa vom VDST oder von Tobias Friedrich, die das Gelernte vertiefen und inspirieren.
Fazit:
DTSA Foto 1 bei Björn Rothe ist kein „Knipskurs“. Es ist ein strukturierter Einstieg in die bewusste Unterwasserfotografie. Man lernt Technik, Bildgestaltung, Sicherheit und Respekt gegenüber der Umwelt – und hat dabei eine Menge Spaß.
Wer unter Wasser nicht nur tauchen, sondern gestalten will, ist hier genau richtig.
Es hat mir und den anderen Teilnehmen eine Menge spaß gemacht. Weswegen wir den Kurs gerne weiterempfehlen!
Autor: Oliver Kuphal


